| 31. Biographie Unsere gesuchte Wissenschaftlerin begann im Jahr 1965 ihre Doktorarbeit an der Universität Cambridge. Sie war an der Entwicklung eines Radioteleskops beteiligt, das zur Beobachtung von Radiowellen im äußersten Weltraum benutzt werden sollte. Das Teleskop wurde 1967 erfolgreich in Betrieb genommen. Ankommende Radiowellen wurden mit einem speziellen Rekorder aufgezeichnet, der jeden Tag Dutzende Meter Papier mit Messergebnissen ausspuckte (produzierte). Eines Tages stellte sie auf dem Messstreifen ein „Signal“ fest, dass sich alle 1,3 Sekunden wiederholte. Es war, als sendete ein Außerirdischer ein Signal zur Erde. Deshalb nannte sie das Signal LGM, die Abkürzung von „little green man“, was übersetzt „kleines grünes Männchen“ heißt. Später entdeckte sie mit ihrem Doktorvater Antony Hewish ein zweites Radiosignal, das von der anderen Seite des Universums kam und sich alle 1,2 Sekunden wiederholte. Unsere gesuchte Wissenschaftlerin stellte sehr bald fast, dass sie zufällig einen neuen Sternentyp entdeckt hatte, der bereits in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts vorhergesagt worden war. Es handelt sich um den pulsierenden Radiostern (oder Pulsar), ein Neutron mit hoher Dichte, das sehr schnell rotiert und Strahlen von Radiowellen wie ein Leuchtturm aussendet. Wer entdeckte die Pulsare?
Autor: Simon Singh |

